21.12.2017
Kategorie: Asbest, News, Vorschriften

Brasilien hat beschlossen, ab 2018 die Pro­duk­tion von Asbest einzustellen. Brasilien ist der drittgrösste Pro­duzent von Chrysotil-Asbest und gehörte mit Rus­s­land, Chi­na, Kaza­khstan und Kana­da zu den weltweit grössten Pro­duzen­ten von Asbest. Rus­s­land pro­duziert nach wie vor über 1 Mio t Asbest pro Jahr (und damit mehr als die Hälfte des Mark­tes), Chi­na rund 0.4 Mio t.

Im Jahr 2017 haben drei weit­ere Län­der ver­sprochen, Asbest zu ver­bi­eten oder die Pro­duk­tion einzustellen: Kana­da (Ver­bot 2018), Moldaw­ien (Ver­wen­dung bis 2020) und die Ukraine.

Gemäss der Organ­i­sa­tion Inter­na­tion­al Ban Asbestes Sec­re­tari­at (IBAS) haben 62 Län­der ein Asbestver­bot.

Kom­men­tar:
Dass Brasilien Asbest nun ver­bi­etet, ist ein Meilen­stein: Denn Brasilien war der drittgrösste Pro­duzent von Chrysoti­las­best und gehörte mit Chi­na, Indi­en, Kasach­stan, Rus­s­land und Südafri­ka zu den ganz grossen Pro­duzen­ten von Asbest.

Wie effek­tiv der Ausstieg der bei­den men­gen­mäs­sig wichti­gen Län­der Brasilien und Kana­da umge­set­zt wird muss sich noch zeigen. Bei Moldaw­ien und der Ukraine gibt es offen­bar bere­its wieder Bestre­bun­gen, den beschlossene Ausstieg weit­er hin­auszuzögern.

Kon­takt: Clemens Jehle