28.01.2020
Kategorie: Allgemein

Die SUVA hat mit Schreiben vom 17.01.2020 an die auf der FACH- Liste geführten Lab­o­ra­to­rien über die Ergeb­nisse des 2019 durchge­führten Ringver­such­es für Asbest­analy­sen informiert. Bei diesem verdeckt durchge­führten Ringver­such wur­den in zwei Aufträ­gen ver­schiede­nen Proben zur Analyse einge­sandt und die Ergeb­nisse mit den Soll­w­erten der Ref­eren­zlab­o­ra­to­rien ver­glichen.

Ins­ge­samt sind 442 Analy­sen von 34 Lab­o­ra­to­rien aus­gew­ertet resp. bew­ertet wor­den. Davon wur­den 42 «Fehlanaly­sen (rund 10%) fest­gestellt. Zudem wur­den weit­ere 102 Analy­sen nicht bew­ertet, da die Ringver­such­sproben auf­grund zu hohen Inho­mogen­itäten und Abwe­ichun­gen bei den beteiligten Ref­eren­zlab­o­ra­to­rien als nicht für die Auswer­tung geeignet klassiert wur­den. Über ein Drit­tel der Labore erfüll­ten die min­i­malen Kri­te­rien an eine kon­forme Analyse nicht.

Am 10.03.20 soll darüber entschei­den wer­den, ob weit­ere regelmäs­sige Ringver­suche gemacht wer­den sollen. Die Lab­o­ra­to­rien wur­den ein­ge­laden, den Ter­min vom 23.03.2020 für einen Erfahrungsaus­tausch vorzure­servieren.

Kom­men­tar:
Wir set­zen uns seit vie­len Jahren für definierte und nachvol­lziehbare Min­dest­stan­dards bei der Probe­nahme + Ana­lytik ein. In dem Sinne begrüssen wir im Prinzip verdeck­te Ringver­suche als Ergänzung zu den beste­hen­den regelmäs­sig durchge­führten Mass­nah­men zur Qual­ität­sicherung und von reg­ulären, inter­na­tion­al anerkan­nten Ringver­suchen.

Die gemäss Norm ISO 17025 akkred­i­tierten Lab­o­ra­to­rien müssen sowieso regelmäs­sig Ringver­suche durch­führen, um die Qual­ität sicherzustellen und kon­tinuier­lich zu verbessern.

Soll­ten für Lab­o­ra­to­rien solche verdeck­ten Ringver­suche zusät­zlich zu den beste­hen­den regelmäs­si­gen Ringver­suchen gefordert wer­den, müssten jedoch kon­se­quenter­weise min­destens aber auch eben­so verdeck­te Ringver­such für Probe­nah­men und Gebäude­di­ag­nosen durchge­führt wer­den, da die Erken­nung von asbestverdächti­gen Bauteilen und repräsen­ta­tive, nachvol­lziehbare Probe­nah­men als Grund­lage von Unter­suchun­gen mass­gebend zu Unter­suchungs­fehlern beitra­gen und daher essen­tiell und entschei­dend sind für die nach­fol­gende Analyse im Labor — und die Ergeb­nisse ein­er Diag­nose des Gebäudes ins­ge­samt.

Kon­takt:

Dr. Roy Trittschack, Dipl. Geologe, PhD Min­er­alo­gie, Labor­leitung

Clemens Jehle, Dipl. Chem. HTL/FH, Geschäfts­führer, Labor­leitung